Bremen-Nord

Bremen-Nord ist mit seinen Stadtteilen Burglesum, Vegesack und Blumenthal innerhalb der Stadtgemeinde Bremen eine weitgehend eigenständige Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsregion. Obwohl sich alle drei Stadtteile durch eine Vielzahl von Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten auszeichnen, mangelt es in Bremen-Nord insbesondere an einer offensiven Politik zur Entwicklung von Bautätigkeit, Mobilität und Kinderbetreuungsangeboten. Im Bereich der Sportstätten gibt es einen großen Sanierungsbedarf. Soziale und wirtschaftliche Probleme wie Kaufkraftverlust, erhöhte Arbeitslosigkeit durch eine sinkende Zahl von wohnortnahen Arbeitsplätzen und der Rückgang von Nahversorgungseinrichtungen kennzeichnen die Lebenslage in einigen Ortsteilen der Region Bremen-Nord. Hinzukommen Herausforderungen durch eine starke und in einigen Regionen überproportionale Zuwanderung. Durch bisherig unzureichende Strukturmaßnahmen des rot-grünen Senats sind keinerlei wirksame Maßnahmen zur Stärkung Bremen-Nords umgesetzt worden.

angler

Unsere Ideen und Impulse aus dem Wahlprogrammkapitel gibt es hier nochmal zum Nachlesen:

Um Bremen-Nord als Ganzes wieder attraktiver zu machen, wollen wir u.a. Gewerbeflächen und Wohnbauflächen bedarfsgerechter und schneller entwickeln, die Mobilitätsangebote (ÖPNV, Carsharing usw.) verbessern und den Ausbau von Kita und Schulplätzen beschleunigen. Nicht genutzte Synergien zwischen örtlicher Wirtschaft und Jacobs-University wollen wir zur Schaffung von mehr Arbeitsplätzen heben. Ganzheitliche Quartiersentwicklungs- und -sanierungskonzepte, wie z.B. in Bremen-Osterholz-Tenever realisiert, wollen wir in besonders belasteten Quartieren auch in Bremen-Nord verwirklichen. Gerade in Bremen-Nord lässt sich mit einem Konzept ‚Stadt an Fluss und Meer‘ ein ‚charakterisierendes‘ Alleinstellungsmerkmal betonen und weiterentwickeln, das Anziehungskraft und Attraktivität fördert. Dazu und darüber hinaus werden wir,

  1. durch einen gezielten Umbau einen ‚Schwerpunkt Bremen-Nord‘ bei der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) zur gezielten Förderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region, unter Nutzung der vorhandenen Stärken, setzen,
  2. den Bestand und die Entwicklung der Jacobs-University uneingeschränkt sicherstellen, sie bei der Entwicklung von ‚Spin-offs‘ für den Aufbau einer wissensbasierten Wirtschaftsförderung unterstützen sowie die Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft zum gegenseitigen Nutzen und für mehr Arbeitsplätze besonders fördern,
  3. eine städtbauliche Lösung für die ‚Groner Düne‘ realisieren, um die Sicherheit sowie die Wohn- und Aufenthaltsqualität in diesem Bereich zu steigern,
  4. das Gelände der Bremer Wollkämmerei (BWK) als Gründerzentrum und Campus für Handwerk, Gewerbe und entsprechende berufliche Schulen entwickeln,
  5. die Verkehrsinfrastruktur leistungsfähiger ausrichten, indem der regionale Verkehr in und zwischen den Stadtteilen, aber auch in Richtung Innenstadt, gestärkt und unabhängiger als bisher von den Autobahnen A27 und A270, die durch den überregionalen Verkehr ausgelastet sind, geführt wird,
  6. den ÖPNV ausbauen und attraktiver gestalten, indem der Bahnhof Vegesack zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt ausgebaut und im Bereich Farge-Ost ein Haltepunkt für die Regio-Bahn vorgesehen wird,
  7. durch Überarbeitung des Zentren- und Nahversorgungskonzeptes die Attraktivität des Mittelzentrums Vegesack sowie der Nebenzentren Lesum und Blumenthal durch eine Verbesserung der Infrastruktur, gezielte Ansiedlungspolitik für den Einzelhandel und verbesserte ‚Rundläufe‘ erhöhen, und
  8. die Anziehungs- und Haltekraft der Region für Zuziehende und Einwohner durch die Ausweisung von Wohnbauflächen, Flexibilisierung veralteter Bebauungspläne und einen verbesserten Behördenservice ‚auf dem Weg‘ zum Eigenheim oder zur Wohnung deutlich steigern.