Ehrenamt, Bürgerschaftliches Engagement und Stiftungen

Unsere wichtigsten Forderungen vorab, wir wollen:

  • eine Imagekampagne für ehrenamtliches Engagement initiieren.
  • einen ‚Tag des Ehrenamtes‘ schaffen und besondere Verdienste und Projekte in einem jährlichen Senatsempfang vorstellen und ehren.
  • mit einer „Ehrenamtskarte“ für Jugendliche ehrenamtliches Engagement für junge Menschen attraktiver machen.
  • die Zusammenarbeit zwischen dem Stiftungshaus Bremen und der staatlichen Aufsichtsbehörde verbessern.
  • Stiftungen und bürgerschaftliches Engagement, z.B. in der Betreuung und Hilfeleistung, deutlich stärken und wertschätzen.
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Unsere Ideen und Impulse aus dem Wahlprogrammkapitel gibt es hier nochmal zum Nachlesen:

  1. Für uns ist ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement in Vereinen, Stiftungen, Interessenverbänden, Politik und Kirchengemeinden nicht nur in der Sache unverzichtbar, sondern auch Ausdruck von Vielfalt und Verantwortung des ‚Einzelnen für die Gemeinschaft‘ und der ‚Gemeinschaft für den Einzelnen‘. Unsere Gesellschaft wäre ohne dieses Engagement nicht nur handlungsunfähig, sie wäre auch ärmer. Ärmer an Offenheit, ärmer an gelebter Mitmenschlichkeit und ärmer an Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Beteiligung. Ganz gleich ob es um die Betreuung oder Förderung von Menschen, das Engagement für eine lebenswerte Umwelt, die Bewahrung von Brauchtum und Tradition oder auch die Unterstützung von Kreativität, Kunst und Kultur geht. Wir werden ehrenamtliches Engagement als ein Kennzeichen hanseatischen Selbstbewusstseins und Bürgersinns nach Kräften unterstützen und sichtbar wertschätzen. Dazu werden wir als äußeres Zeichen einen ‚Tag des Ehrenamtes‘ schaffen, der nicht nur die Bedeutung des Engagements in der Öffentlichkeit würdigt, sondern auch dem Nachwuchs die Möglichkeit des Kennen- und Schätzenlernens gibt. Besondere Verdienste und Projekte wollen wir in einem jährlichen Senatsempfang vorstellen und ehren.
  2. Für uns ist ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement Ausdruck von Zivilcourage und Respekt vor dem Nächsten. Es wirkt gesellschaftlichen Tendenzen des Egoismus, der Vereinzelung oder der Ausgrenzung vor. Ehrenamtliche Arbeit ist für uns auch aktive Prävention gegen Hass, Diskriminierung und politisch-religiöse Radikalisierung. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement hat dabei viel zu häufig wenig förderliche oder gar hinderliche Rahmenbedingungen. Diese werden wir gemeinsam mit den Beteiligten auf den Prüfstand stellen und, ggf. auch auf Bundesebene, darauf hinwirken, dass sie möglichst einfach und rechtssicher handhabbar werden.
  3. Ein besonderes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement sind die gerade in den Hansestädten, so auch bei uns, so breit und leistungsfähig aufgestellten Stiftungen. Wir wollen dazu
    1. die Rechte der Stifterinnen und Stifter stärken, die Transparenz im Stiftungswesen steigern, auf bundeseinheitliche Rahmenbedingungen hinwirken und ehrenamtliche Organmitglieder in Zeiten niedriger Erträge besser als bisher absichern, sowie
    2. die Zusammenarbeit zwischen dem Stiftungshaus Bremen und der staatlichen Aufsichtsbehörde verbessern.
  4. Ehrenamt muss sich sichtbar ‚lohnen‘. Dazu sind nach unserer Auffassung nicht in erster Linie monetäre Anreize geeignet, die das Wesen des Ehrenamtes ein Stück aushöhlen würden. Wir werden aber darauf hinwirken, das finanzielle Aufwendungen so gut es geht erstattet, bürokratische Hindernisse beseitigt sowie Qualifikationen durch systematisierte Weiterbildung erworben oder vertieft werden können und Erfahrungen regelmäßig zeugnisähnlich dokumentiert werden.