Gleichstellung

Unsere wichtigsten Forderungen vorab, wir wollen:

  • uns für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzen.
  • familiengerechte und flexible Konzepte für attraktive Arbeitsbedingungen auf den Weg bringen.
  • Kinderbetreuungszeiten in Kitas flexibilisieren und auch im Krankheitsfall eines Kindes Betreuungsmöglichkeiten verfügbar machen.
  • Frauensitzplätze in Bus und Bahn direkt hinter dem Fahrer einrichten.
gleichstellung

Unsere Ideen und Impulse aus dem Wahlprogrammkapitel gibt es hier nochmal zum Nachlesen:

  1. Der Anspruch des Grundgesetzes, Frauen und Männer gleich zustellen, ist noch immer nicht gesellschaftliche Wirklichkeit. Nach wie vor sind Frauen insbesondere in Führungsfunktionen unterrepräsentiert, häufig schlechter bezahlt und in der Förderung und im wirtschaftlich-sozialen Aufstieg unterrepräsentiert. Gesetzliche Regelungen, wie z.B. das Entgelttransparenz-Gesetz, sind wichtige Schritte in die richtige Richtung, die allein aber nicht ausreichen. Wir werden nachdrücklich darauf hinwirken, dass Arbeit gleicher Qualität und gleichen Umfangs unabhängig vom Geschlecht gleich bezahlt wird. Dazu gehört auch, frauendominierte Berufe aufzuwerten und Maßnahmen zu ergreifen, die Frauen ermutigen und fördern, in noch typischen Männerberufen Fuß zu fassen (und umgekehrt). Darüber hinaus müssen die Arbeitsbedingungen einschließlich der Bezahlung in frauentypischen Berufen, wie z.B. in der Pflege, verbessert und attraktiver gestaltet werden. Wo staatliche Steuerungsmaßnahmen und Appelle nicht ausreichen, muss die Einführung von Quoten geprüft und auf gesetzlicher Grundlage realisiert werden.
  2. Für uns ist wichtig, dass Frauen und Männer die Chance und die Wahl haben, sich sowohl familiär als auch beruflich so zu entwickeln, wie sie es wünschen. Beruf und Ausbildung auf der einen und Kindererziehung oder familiäre Aufgaben, wie z.B. die Pflege von Angehörigen, auf der anderen Seite dürfen nicht länger als nur schwierig vereinbare Alternativen denkbar sein. Die Förderung der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns deshalb ein zentrales Anliegen und stellt für uns einen wichtigen Teil von Gleichstellungspolitik dar. Dazu werden wir einen Anspruch auf durchgängige und verbindliche Betreuung ab dem dritten Lebensjahr der Kinder in Kita und (Ganztags-) Schule flächendeckend ab 2020 aufwachsend sicherstellen. Berufliche und familiäre Engagements müssen, für Frauen und Männer gleichermaßen, auch nebeneinander möglich sein. Wir werden deshalb im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft darauf hinwirken, dass die Familienrolle, auch für Alleinerziehende, besser als bisher mit möglichst flexibel gestalteten Arbeitsbedingungen und einem verbesserten Angebot bei der Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen vereinbar ist.
  3. Frauen (und Kinder) haben einen besonderen Anspruch auf Schutz vor Gewalt, ganz gleich ob diese im familiären Rahmen vom Partner ausgeht oder in öffentlichen (Angst-) Räumen stattfindet. Dazu müssen die hier tätigen Einrichtungen, die Angebote der Beratung oder Prävention, und im Bedarfsfall auch des Schutzes gewähren, in ihrem Bestand gesichert werden. Ein konkretes Beispiel dafür können Sitzplätze für Frauen in Bahnen und Bussen in der Nähe der Fahrerin oder des Fahrers sein. Zum Schutz der Rechte von Frauen zählen für uns aber insbesondere  die ausnahmslose sexuelle Selbstbestimmung und die Freiheit der sexuellen Orientierung im Rahmen der Rechtsordnung. Die zunehmende kulturelle und religiöse Vielfalt kann und darf dieses nicht einschränken.