Landwirtschaft

Unsere wichtigste Forderung vorab, wir wollen:

  • landwirtschaftlichen Betrieben den Verkauf von selbst erzeugten Produkten erleichtern (Hofläden).
landwirtschaft

Unsere Ideen und Impulse aus dem Wahlprogrammkapitel gibt es hier nochmal zum Nachlesen:

  1. Auch für Bremen spielt die Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Insbesondere an der Peripherie, etwa in Oberneuland, Strom oder im Blockland, hat sie nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht eine hohe Bedeutung. Sie stiftet maßgeblich Identität, auch durch die Bewahrung einer charakteristischen Kulturlandschaft, insbesondere in diesen Teilen unserer Stadt, übernimmt einen Teil örtlicher Nahversorgung. Sie trägt durch die Bewirtschaftung von Flächen maßgeblich zu einer natürlichen Nutzung, Pflege und Erhaltung bei. Wichtig ist aber, dass der Beitrag zur nachhaltigen Produktion gesunder Lebensmittel als wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge mehr als bisher wertgeschätzt wird. Wir verstehen ortsnah hergestellte Lebensmittel als Beitrag zur Vermeidung von großen Lieferentfernungen und somit als Beitrag zum Umweltschutz. Wir wollen kein gegeneinander ausspielen von sog. biologischer und sog. konventioneller Landwirtschaft, sondern Vielfalt als Kennzeichen landwirtschaftlicher Produktion. Wir werden unseren bundes- und unseren europapolitischen Einfluss geltend machen, um die finanzielle Lebensfähigkeit unserer Höfe zu stärken, auch um das landwirtschaftliche Gewerbe für zukünftige Generationen attraktiv zu halten. Dazu gehört, die gesamte Breite des landwirtschaftlichen Erwerbs, auch die Viehhaltung, zu erhalten und besser als bisher zu fördern. Die Einführung einer ‚Weideprämie‘ zur gleichzeitig artgerechten wie wirtschaftlichen Haltung von Rindern ist dazu ein Beispiel.
  2. Urbanität und Stadtentwicklung dürfen die Entwicklung unserer Landwirtschaft nicht immer mehr einschränken. Wir werden gemeinsam mit den Betroffenen prüfen, welche geltenden Regelungen im Landschaftsprogramm und im Flächennutzungsplan hierbei schaden und sie ggf. zurücknehmen. In der landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen und in der Ausgestaltung von Richtlinien zur Bewirtschaftung wollen wir eng mit dem umgebenden Niedersachsen zusammenarbeiten. Wir sind zudem der Auffassung, dass ökonomisch wichtige Landwirtschaftsflächen nicht mehr zu Ausgleichsflächen erklärt werden sollen. Stattdessen sollen bestehende Ausgleichsflächen aufgewertet werden.
  3. Wir wollen die Bedeutung der Landwirtschaft im Bewusstsein der Bevölkerung erhalten und stärken. Wir wollen dazu die Zusammenarbeit mit den Schulen intensivieren und interessierte regionale landwirtschaftliche Betriebe als außerschulische Lernorte nutzen. Wir werden die wichtige Rolle der Höfe mit Pferdehaltung für die Freizeitgestaltung und den Sport herausstellen. Und wir wollen die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe für den Verkauf von selbst erzeugten Produkten erleichtern, und werden uns dazu für eine entsprechende Änderung des Gaststättengesetztes auf der Bundesebene einsetzen.