Senioren

Unsere wichtigsten Forderungen vorab, wir wollen:

  • in der Stadtplanung für ältere Menschen geeigneten Wohnraum z.B. in Form von altersgerechten Eigentumswohnungen vorsehen.
  • kostenlose Fitnessgeräte für Jung& Alt entlang an der Weser und anderen Grünanlagen einrichten.
  • Stiftungen und bürgerschaftliches Engagement, z.B. in der Betreuung und Hilfeleistung, deutlich stärken und wertschätzen,
senioren

Unsere Ideen und Impulse aus dem Wahlprogrammkapitel gibt es hier nochmal zum Nachlesen:

  1. Soziale Gerechtigkeit ist im Besonderen Generationengerechtigkeit. Gegenwärtige und zukünftige Generationen profitieren nicht zuletzt von den Leistungen, die in der Vergangenheit erbracht wurden und auf die aufgebaut werden kann. Konsens und Stabilität in der Gesellschaft hängen maßgeblich davon ab, auch unterschiedliche Interessen zwischen Generationen auszugleichen. Wir sehen hierin eine soziale und politische Aufgabe in der Zukunft mit zunehmender Bedeutung. Tendenzen von Altersarmut sind für uns eine Aufforderung zum politischen Handeln, insbesondere die präventiven Mittel der individuellen und gemeinschaftlichen Altersvorsorge auf den Prüfstand zu stellen. In eine diesbezüglich beginnende Diskussion, insbesondere auf Bundesebene, werden wir uns aktiv einbringen.
  2. Der technologische und gesellschaftliche Wandel hat eine immer höhere Geschwindigkeit aufgenommen und wird durch die Digitalisierung einen weiteren Schub erhalten. Gerade die Felder der Kommunikation und der Mobilität werden betroffen sein. Felder, auf die ältere Menschen im Besonderen angewiesen sind. Felder aber auch, deren rasante Veränderungen nicht immer automatisch zur Erlebenswelt älterer Menschen gehören. Bei der Nutzung neuer Möglichkeiten und Chancen ist nach unserer Auffassung deshalb auch darauf zu achten, dass es keine Gewinner und Verlierer des Wandels gibt und dass aus technologischen Veränderungen keine neuen Generationenungerechtigkeiten entstehen. Wir werden deshalb bei allen Entwicklungen, z.B. in der Kommunikation gegenüber den Behörden, zu gewährleisten haben, dass die Interessen der älteren Generation auch hier gewahrt bleiben. Wir werden darüber hinaus Projekte auf den Weg bringen, die die Chancen der Digitalisierung für die besonderen Bedürfnisse der älteren Generation nutzbar machen und die geeignet sind, Sicherheit, Lebensqualität und Unabhängigkeit im Alter zu fördern. Der Auf- und Ausbau entsprechender Weiterbildungsangebote für ältere Menschen muss dabei ein fester Bestandteil sein.
  3. Ältere Menschen brauchen ein sicheres Umfeld. Sie brauchen ihn im öffentlichen Raum zur Wahrung ihrer Mobilität und Unabhängigkeit, sie brauchen ihn aber insbesondere vor Kriminalität, Ausbeutung und respektlosem Verhalten. Straftaten gegen ältere Menschen sind nicht nur verwerflich, sie sind auch besonders sozialschädlich. Straftaten gegen Seniorinnen und Senioren, z.B. im Bereich des Betruges, werden wir mit speziellen polizeilichen Mitteln und Kräften entgegenwirken.
  4. Es muss das Ziel sein, älteren Menschen soweit und solange wie möglich ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu erhalten. Dieses gilt in der vertrauten privaten Umgebung, es gilt aber auch für die Einrichtungen, in denen ältere Menschen gemeinschaftlich wohnen. Wir wollen die Mitbestimmung der Nutzerinnen und Nutzer in Pflegeeinrichtungen stärken und zu diesem Zweck den übergreifenden Austausch durch eine ständige Konferenz stärken. In allen Fragen, die ältere Menschen in diesem Sinne besonders betreffen, ist für uns die Seniorenvertretung ein wichtiger Träger von Kompetenz und ein unverzichtbarer Ansprechpartner.
  5. Die Kompetenzen und Erfahrungen älterer Menschen werden nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Wirtschaft immer wichtiger. Erfahrungsverlust im öffentlichen Dienst, aber auch in der Wirtschaft, wollen wir durch ausgewogene Altersstrukturen und geeignete Übergänge entgegenwirken. Gleichzeitig bereichern Erfahrungen und Engagements älterer Menschen das Leben jüngerer Menschen (und auch umgekehrt). Wenn Lebensentwürfe zunehmend individuell werden, muss für uns auch die Möglichkeit einer selbstbestimmten Flexibilisierung der Altersgrenze bestehen. Das schließt, bei Vorliegen der finanziellen Voraussetzungen, ein früheres Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ebenso ein, wie ein freiwilliges Verbleiben im Beruf auf Wunsch des Beschäftigten. Hierzu werden wir uns, ggf. auf Bundesebene, an einer entsprechenden Weiterentwicklung der gesetzlichen Regularien aktiv beteiligen.
  6. In einer älter werdenden Gesellschaft müssen Menschen in einem fortgeschrittenen Alter, die in unseren Stadtgesellschaften einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen, auch aus Respekt vor ihrer Lebensleistung, mehr als bisher in den politischen Fokus gerückt werden. Unser Ziel ist es, ihnen so lange und so weit wie möglich ein Leben in Zufriedenheit, Sicherheit und Unabhängigkeit in der gewohnten räumlichen und sozialen Umgebung zu ermöglichen. Unsere beiden Städte müssen sich daher mehr als bisher auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen einstellen. Auch hier bedarf es eines vernetzen Ansatzes in einem spätestens bis 2022 zu aktualisierenden Seniorenplan, der u.a. 
    1. ​​​​​​​in der Städteplanung mehr als bisher für ältere Menschen geeigneten Wohnraum z.B. in Form von altersgerechten Wohnungen vorsieht,
    2. die Möglichkeiten insbesondere der ambulanten Pflege und ausreichender Plätze der Kurzzeitpflege in der gesamten Fläche unserer Städte sicherstellt, und
    3. den Bedarf an Raum und Personal in Seniorenresidenzen und Einrichtungen der stationären Pflege bedarfsgerecht und für alle bezahlbar weiterentwickelt.